Sonntag, 19. November 2017, 22:28
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ITK-Branche ist wichtige Stütze der Wirtschaft in NRW

Die Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation sind eine wichtige Stütze für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Rund 9 von 10 Unternehmen (88 Prozent) geben an, dass sie bis 2016 mit steigenden Umsätzen rechnen. Gerade einmal 2 Prozent rechnen mit Umsatzeinbußen in der Branche. Eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent hält Industrie 4.0 für einen ITK-Zukunftsmarkt mit großen Chancen für das eigene Unternehmen, gefolgt von E-Mobility (47 Prozent) und E-Commerce (43 Prozent). Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM, des Clustermanagements IKT.NRW sowie des IT-Verbands networker NRW anlässlich des 5. Tags der Informations- und Kommunikationswirtschaft Nordrhein-Westfalen am 20. November in Bochum. „Die Voraussetzungen für Industrie 4.0 sind in Nordrhein-Westfalen besonders gut“, sagt BITKOM-Landessprecher Bernd Schmidt. „NRW ist das Bundesland mit den meisten ITK-Mittelständlern in Deutschland. Schon jetzt bieten viele Speziallösungen im industriellen Umfeld“.

Als größte Herausforderungen sehen die ITK-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen der Umfrage zufolge die Themen IT-Sicherheit (94 Prozent) sowie Fachkräfte-Recruiting (73 Prozent) und Aus- und Weiterbildung (72 Prozent). „Um bei der Digitalisierung noch schneller voranzukommen, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Startschuss zur Digitalen Agenda gegeben – so ein Signal wäre natürlich auch in NRW wünschenswert“, sagt Prof. Dr. Ingo Wolff, Clustermanager IKT.NRW. Mehr als drei Viertel der ITK-Unternehmen im Land (77 Prozent) wünschen sich der Umfrage zufolge von der Landesregierung einen stärkeren Dialog mit der Branche. Noch etwas mehr (83 Prozent) sprechen sich für eine stärkere Sensibilisierung der Regierung bei komplexen Themen aus. Beim Thema Industrie 4.0 wünscht sich eine Mehrheit einen besseren Zugang zu Innovationsprojekten (82 Prozent) sowie eine finanzielle Förderung solcher Projekte (77 Prozent).

„Fördergelder sollten nicht nach dem Gießkannen-Prinzip vergeben werden. Es geht darum, Stärken zu stärken“, sagt Jörg Meyer, Vorstandsvorsitzender des networker NRW. Und BITKOM-Landessprecher Schmidt ergänzt: „Letztlich müssen die Unternehmen die Industrie 4.0-Geschäftsmodelle selbst entwickeln, aber es braucht eine politische Flankierung.“ Prof. Dr. Volker Gruhn, Lead Expert Innovation Engineering im Cluster IKT.NRW bestätigt das: „Mit viel Geld alte Industrien am Leben zu erhalten ist längst nicht so smart wie zukünftige Internet-Anwendungen auf der Grundlage von Cyber Physical Systems anzustoßen.“ Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass ein breites Maßnahmenbündel erforderlich ist, um die Innovationsfähigkeit der ITK-Wirtschaft als Schlüsselbranche für Wirtschaft und Wohlstand in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu befördern.

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