Sonntag, 19. November 2017, 22:18
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Microsofts zweite Gründerklasse startet durch

Microsofts zweite Gründerklasse

Sieben Startups, die seit vier Monaten im Microsoft Ventures Accelerator in Berlin an ihren Geschäftsideen arbeiten, präsentierten am Donnerstag auf der Demo Night vor mehr als 250 Investoren, Mentoren und der Berliner Startup-Szene die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Die erfolgreiche Abschlussklasse mit den Startups brightup, firstbird, Flowtap, Kelsen, payever, Wunderflats und videopath vermittelt dabei einen sehr guten Querschnitt, welche Themen der digitalen Welt wichtig sind: Es geht um Machine Learning, Mobility, das Internet der Dinge, Social und die intelligente Vernetzung im Haus der Zukunft. Microsoft Deutschland-Chef Christian P. Illek betonte in seiner Keynote zur Eröffnung der Demo Night die Bedeutung von Startups für den Innovationsstandort Deutschland: „Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: den Mut zur Veränderung. Ich wünsche mir, dass wir diesen Mut in Deutschland künftig öfter sehen.”

„Schon zum zweiten Mal entlassen wir mit der Demo Night erfolgreich Startups ins Business”, sagte Marius Sewing, CEO-in-Residence, Microsoft Ventures Accelerator Berlin. „In den vergangen Monaten sind unsere Startups durch einen intensiven Prozess gegangen. Sie haben alle wichtigen unternehmerischen Fragestellungen zu Markteintritt, Business-Strategie und den Aufbau einer intelligenten, Cloud-gestützten Infrastruktur durchlaufen. Zudem haben wir unsere Startups mit Investoren, Mentoren, Partnern und Kunden aus unserem globalen Ökosystem vernetzt, so dass sie für den Aufbau ihres Business bestens gerüstet sind.”

Für Microsoft Deutschland-Chef Christian P. Illek sind Startups „wichtige Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft. Sie hinterfragen etablierte Geschäftsmodelle und setzen Impulse für die digitale Veränderung der Gesellschaft”.

„Trotz der anhaltenden Debatten um Bürokratieabbau, Steueranreize und Finanzierungshilfen ist in Berlin eine sehr lebendige Gründerszene entstanden. Sie sind ein Teil davon!” begrüßte Illek die Startups in seiner Keynote. Angesichts des fehlenden Gründergeists in Deutschland beweisen die Startups des Ventures Accelerators vor allem „Mut zur Veränderung”, so Illek: „Sie haben den Mut, Dinge anders zu machen und neue Wege einzuschlagen. Sie haben den Mut, alte Geschäftsmodelle infrage zu stellen, was für den Innovationsstandort Deutschland essentiell ist.

Innovate locally, scale globaly: Startups entwickeln Geschäftsmodelle für die digitale Welt

Microsoft hat vor einem Jahr den Microsoft Ventures Accelerator in Berlin ins Leben gerufen, um junge Unternehmen in ihrer Gründungsphase zu unterstützen. Die Startups werden innerhalb ihres viermonatigen Aufenthalts von 30 Mentoren bestehend aus namhaften Vertretern von Industrie, Startup-Szene und IT-Experten individuell begleitet und auf den Gebieten Technologie, Design, Business Development, Marketing und HR beraten und gecoacht.

Auf welcher technologischen Plattform die Startups letztendlich arbeiten, spielt keine Rolle. Im Sinne von „innovate locally, scale globaly” ist es vielmehr entscheidend, dass die Anwendungen und Ideen der Gründer auf einem tragfähigen Geschäftsmodell für die digitale Welt basieren. Auch müssen die Teilnehmer am Accelerator keine Geschäftsanteile an Microsoft abtreten.

Die Startups der zweiten Gründerklasse im Überblick

um Start der zweiten Gründerklasse hatte Microsoft zusammen mit einer Expertenjury bestehend aus Vertretern vom High-Tech Gründerfonds, Wellington Partners, hub:raum und den Rheingau Founders folgende Unternehmen aus mehr als 500 Bewerbern aus 65 Ländern ausgesucht:

  • brightup aus Hamburg entwickelt Lösungen rund um Smart Home-Technologien.
  • firstbird aus Baden in Österreich präsentiert ein webbasiertes Empfehlungstool für das Recruiting neuer Mitarbeiter.
  • Das Wiener Unternehmen Flowtap kombiniert Machine Learning mit mobilen Technologien, um Verkaufsteams im Außendienst vor Ort beim Kunden mit besseren Unternehmensdaten versorgen zu können.
  • Kelsen ist ein selbstlernender Algorithmus, der innovative Big Data- und Machine Learning-Technologien nutzt, um rechtliche Fragen in Echtzeit zu beantworten. Dabei lernt Kelsen von bereits vorhandenen Rechtsfällen und menschlicher Interaktion, um seine Ergebnisse im Laufe der Zeit zu verbessern.
  • payever bietet eine Lösung an, die es einfach macht, in Online Shops, auf Facebook oder auch per E-Mail alle gängigen Zahlungsarten zu akzeptieren und so mehr Kunden zu erreichen.
  • Wunderflats aus Berlin tritt an, um in Kooperation mit Universitäten rund um den Globus einen internationalen Marktplatz für die Vermittlung von möblierten Unterkünften auf Zeit ins Leben zu rufen.
  • videopathentwickelt einen intelligenten Videoplayer und die dazugehörigen Autorentools, mit denen Unternehmen und Anbieter von Videotutorials ohne großen Aufwand interaktive Videos erstellen, veröffentlichen und das Benutzerverhalten analysieren können.

100 Prozent Anschlussfinanzierung für die erste Abschlussklasse

Die noch junge Geschichte des Microsoft Ventures Accelerator ist auch eine internationale Erfolgsstory. Aktuell gibt es weltweit sieben Accelerators in Bangalore, Berlin, London, Paris, Peking, Seattle und Tel Aviv. Seit der Gründung im Jahr 2012 haben bereits 240 Startups das Programm erfolgreich durchlaufen. 80 Prozent von ihnen erhielten innerhalb des ersten Jahres eine Folgefinanzierung von durchschnittlich 1,9 Mio. US-Dollar. Allein die neun Startups der ersten Abschlussklasse in Berlin haben zu 100 Prozent eine Anschlussfinanzierung erhalten und sind damit der erfolgreichste Accelerator-Jahrgang weltweit.

Bewerbungen zur dritten Gründerklasse sind ab sofort möglich

Von heute an und bis zum 1. Februar 2015 können sich Startups über die Webseite des Microsoft Venture Accelerators für eine Teilnahme an der dritten Gründerklasse bewerben.

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