Freitag, 17. August 2018, 01:09
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Nach Handy, Wohnung und Auto: Chips unter der Haut

Kaspersky Lab zusammen mit BioNyfiken

Aus dem „Internet der Dinge“ formiert sich allmählich das „Internet of Us“. Auch der menschliche Körper wird also Teil des Internets. Welche Auswirkungen sich daraus ergeben, will Kaspersky Lab jetzt zusammen mit BioNyfiken, einer Vereinigung schwedischer Bio-Hacking-Aktivisten, unter die Lupe nehmen.

Was bislang Hollywood-Blockbustern und Science-Fiction-Romanen vorbehalten war, wird im Jahr 2015 Realität: Immer mehr Menschen tragen bereits aus medizinischen Gründen kleine technologische Implantate in ihren Körpern, zum Beispiel Herzschrittmacher, Insulinpumpen, Hörhilfen oder Geräte zur tiefen Hirnstimulation. Andere sehen sich als „Smart Humans“ und lassen sich freiwillig Chips implantieren, die ihren Alltag erleichtern. Per einfacher Handbewegung können sie so Türen öffnen, an der Kasse bezahlen oder den Rechner entsperren. Mit der Fülle dieser und ähnlicher Möglichkeiten wächst aber auch die Frage, wie sicher persönliche und im Körper implantierte Daten tatsächlich sind.

Kaspersky Lab: Sicherheitsfragen in den Vordergrund

„Beim Internet der Dinge ging es bislang darum, neue Produkte möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Sicherheitsfragen waren da oft nachrangig oder wurden gar nicht berücksichtigt“, erklärt Patrick Mylund Nielsen, Senior Security Researcher bei Kaspersky Lab. „Obwohl die Modifikation des Menschen durch Biochips immer ein Science-Fiction-Thema war, haben sich nur wenige mit folgenden Fragen befasst: Welche Konsequenzen ergeben sich daraus, wenn man private Schlüssel unter der Haut trägt? Kann ein Dritter durch einen Handschlag eine virtuelle Kopie von mir werden? Wer verfolgt meine Spuren? Wir jedenfalls sind neugierig hinsichtlich der Beantwortung dieser Fragen!“

„Immer mehr Menschen wollen mit Chipimplantaten experimentieren, technologisch ist das bereits heute machbar“, ergänzt Hannes Sjoblad, einer der Gründer von BioNyfiken. „Ganz alltägliche Dinge wie der Zutritt zu Gebäuden, das Entsperren von persönlichen Geräten ohne PINs oder der Zugriff auf bestimmte Daten lassen sich so schnell und einfach regeln. Wir sehen in dieser Technologie eine weitere Stufe der Entwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion – ähnlich der Einführung grafischer Benutzeroberflächen oder Touchscreens. Mit Kaspersky Lab als einem führenden Anbieter von Sicherheitslösungen mit renommierten Experten hat BioNyfiken den idealen Partner gefunden, um die Risiken von Chipimplantaten zu analysieren. Von Anfang an spielte Kaspersky Lab eine Vorreiterrolle beim Verständnis neuer Technologien und deren sicherheitsrelevanter Auswirkungen.“

Forschung und Aufklärung

Neben den Forschungsaktivitäten wird Kaspersky Lab auch Veranstaltungen der wachsenden Szene von Bio-Hackern in Schweden und anderen europäischen Ländern mitorganisieren. Schwerpunkte werden dabei Fragen zu Sicherheit und Datenschutz sein. In Schweden gibt es bereits eine Reihe von Gebäuden, wie beispielsweise das Epicenter, bei denen traditionelle Geräte durch Near Field Communication (NFC) ersetzt werden

„Ich persönlich möchte lieber keinen Chip tragen. Aber der technologische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und es wird immer innovative Vorreiter geben, die bereit sind, Risiken auf sich zu nehmen und mit ihren eigenen Körpern die Grenzen einer Technologie ausloten“, sagt Eugene Kaspersky, Chairman und CEO bei Kaspersky Lab. „Es ist in jedem Fall besser, Menschen tun dies ganz bewusst mit offenen Augen für die sicherheitsrelevanten Fragen, als sich – wie so oft – erst im Nachhinein darum zu kümmern. Daher freut es mich, dass BioNyfiken bei der Untersuchung der sicherheitstechnischen Folgen, wenn unsere Körper mit dem Internet verbunden werden mit uns zusammenarbeiten möchte. Vielleicht finden unsere Experten ja gar keine Risiken, aber wenn Menschen zunehmend bereit sind, NFC-Chips in ihren Körpern zu tragen, möchte ich sicher gehen, dass alle potenziellen Auswirkungen vorab eingehend geprüft wurden.“

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