Freitag, 17. August 2018, 01:10
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37% aller Unternehmen haben keine Digitalstrategie

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland hat bislang keine Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 505 Geschäftsführern und Vorständen von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands BITKOM ergeben. „Die Digitalisierung erfasst die gesamte Wirtschaft. Sie durchdringt sämtliche Branchen, vom Handwerker bis zum Maschinenbauer, und alle Betriebsgrößen, vom Kleinbetrieb bis zum Großkonzern“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld der Hightech-Messe CeBIT. „Viele Unternehmen unterschätzen die Folgen des digitalen Wandels noch immer.“ Das sei gefährlich, weil laut Umfrage nur 4 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass die Digitalisierung keinen Einfluss auf ihr Unternehmen hat. Kempf: „Die Unternehmen brauchen eine Digitalstrategie, um die Transformation zu bewältigen.“ So führe die Digitalisierung in vielen Fällen zu einer Änderung der Geschäftsmodelle oder neue Wettbewerber drängen in angestammte Märkte.

Nach den Ergebnissen der Umfrage besitzen 63 Prozent aller Unternehmen eine Strategie für den Einsatz digitaler Technologien. 39 Prozent der Unternehmen verfolgen eine zentrale Strategie für verschiedene Aspekte der Digitalisierung. In knapp einem Viertel (24 Prozent) gibt es zumindest in einzelnen Bereichen des Unternehmens eine Strategie für den Einsatz digitaler Technologien. Unternehmen und andere Organisationen werden durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien effizienter, flexibler und internationaler. Sie dienen aber auch dazu, neue Produkte und Dienste zu entwickeln.

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist unter dem Stichwort „d!conomy“ das Schwerpunktthema der CeBIT. In der ‚digital economy‘ erfasst die Digitalisierung sämtliche Branchen und durchdringt alle Bereiche eines Unternehmens von der Produktentwicklung über den Vertrieb bis zum Kundenservice. Grundlage dafür sind Technologien wie Cloud Computing oder Big Data, leistungsfähige Endgeräte vom Tablet bis zu neuen Wearables sowie immer schnellere Datennetze im Festnetz und im Mobilfunk. Diese wiederum ermöglichen die weitere Vernetzung von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen.

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