Ein halbes Jahr nach Windows XP Support-Ende

Vor genau einem halben Jahr, am 8. April, endete der weltweite Support für Windows XP. Allerdings nutzen aktuellen Studien zufolge immer noch viele kleinere Unternehmen und Anwender das veraltete Betriebssystem. So lag im August 2014 der Anteil von XP einer Zählung von StatCounter zufolge in Deutschland noch bei 7,14 Prozent (zum Vergleich Oktober 2013: 16,86 Prozent). Andererseits erkennen immer mehr Unternehmen die Gefahr, die mit der Verwendung von Windows XP verbunden ist. Für ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld setzen Unternehmen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe BVG, daher immer häufiger auf Windows 8.1 und moderne Devices.

„Windows XP auf vernetzten Firmenrechnern ist eine tickende Zeitbombe”, sagt Axel Oppermann, Analyst bei Avispador. „Wer jetzt noch auf XP setzt, handelt grob fahrlässig nicht nur für sein eigenes Unternehmen. Bedroht sind auch Partner und Kunden dieser Firmen, weil sie indirekt von den Gefahren betroffen sind, die von der XP-Infrastruktur ausgehen. Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann die IT gehackt werden wird.”

BVG stellt Desktop-Betriebssysteme auf Windows 8.1 um

Zuvorkommen kann man solchen Angriffen einzig durch den Umstieg auf ein Betriebssystem, das die Anforderungen an Sicherheit erfüllt und zugleich zeitgemäße Arbeitsplätze schafft. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit ihren insgesamt etwa 12.600 Mitarbeitern haben beides erkannt und stellen ihre Arbeitsplatzrechner in einem großen Projekt auf Windows 8.1 um. Die Migration von rund 3.900 Arbeitsplatzrechnern für etwa 4.500 Anwender ist im Juli 2013 gestartet und wird termingerecht Ende des Jahres beendet sein.

Windows 8.1 bietet Investitionsschutz und moderne Arbeitsplätze

„Für den Umstieg auf Windows 8.1 waren aus unserer Sicht zwei Gründe ausschlaggebend”, sagt Dr. Carsten Jacobsen, Auftraggeber des Migrationsprojekts bei der BVG. „Zum einen wollten wir einen maximalen Investitionsschutz für den Umstieg – logisch, dass das mit dem neuesten Windows-Betriebssystem am ehesten möglich ist. Zum anderen wollten wir ein Betriebssystem, das den Anforderungen an mobile Arbeitsplätze genügt. Auch das ist ein Argument für Windows 8.1, weil es die Integration von Tablets und Smartphones und die Arbeit unabhängig vom eingesetzten Gerät einfach möglich macht.”

Die Hardware für die Migration wurde bereits vor dem Projekt ersetzt, erste positive Rückmeldungen der Mitarbeiter liegen vor, die vor allem die verkürzte Anmeldezeiten am System sowie die einfache Bedienung von Windows 8.1 loben. „Windows 8.1 erfüllt zudem mit seiner Unterstützung von geräteunabhängigem Arbeiten auch unsere Anforderungen an die nahe Zukunft”, so Dr. Carsten Jacobsen. „In dieser wird mobile Computing eine bedeutende Rolle spielen.”

So gelingt der Wechsel auf die neue Plattform

Microsoft bietet diverse Tools und Services für den Umstieg. Kleinen und mittelständischen Unternehmen steht ein umfangreiches Netzwerk an Microsoft zertifizierten Partnern zur individuellen Unterstützung zur Verfügung. Ob ein PC die Systemanforderungen für Windows 8.1 erfüllt, lässt sich mithilfe des Windows Upgrade Assistenten überprüfen: http://bit.ly/W8UpgradeAssistent. Unterstützt das Gerät die Anforderungen, kann man einfach per Neuinstallation zu Windows 8 wechseln. Ist die Leistung des PCs nicht ausreichend, sollten Unternehmen die Anschaffung eines neuen Rechners in Betracht ziehen.

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